| Ref. code AP: | P-268 |
| Title: | Verlag Karl Grossmann |
| Inhalt: | Karl Grossmann (geboren 3. Juni 1910; gestorben 24. Februar 1992) war ein Schweizer Schwyzerörgeli- und Akkordeonspieler. Er war heimatberechtigt in Uznach und erlernte die Berufe des Werkzeugmachers und des Mechanikers und arbeitete in der Maschinenfabrik Oerlikon. Neben seinen Hauptinstrumenten spielte er auch Oboe, Trompete und Klarinette in verschiedenen Musikvereinen in der Umgebung von Rapperswil SG. Als 19-Jähriger siedelte er nach Zürich um. 1933 liess sich Karl Grossmann in Chur nieder und betätigte sich dort als Kapellmeister, Komponist, Musikverleger und- lehrer. Aufgrund seiner Herkunft entsprechen seine Eigenkompositionen dem konzertanten Innerschweizerstil, die er mit seiner Ländlerkapelle in der Besetzung Klarinette/Akkordeon/Bassgeige aufführte. Als Musikverleger in Chur bestand ein grosser Teil seiner Arbeit darin, die Kompositionen von Kasimir (Kasi) Geisser zu verlegen.
Kasi Geisser (geboren 30. Oktober 1899, gestorben 15. Juni 1943) war ein Schweizer Klarinettenspieler, Kapellmeister und Komponist. Als Sohn eines Bahnarbeiters der Gotthardbahn-Gesellschaft wuchs er in Goldau auf. Nach der erfüllten Schulpflicht absolvierte er eine Lehre als Glasbläser. Die Arbeit in der Fabrik befriedigte ihn nicht, so dass er sich entschloss, freischaffender Ländlermusikant zu werden. Seine Musik stand am Anfang der Ländlermusik in der Schweiz. Seine erste Ländlerkapelle trug den Namen Echo vom Gotthard. Später trat er mit der Ländlerkapelle Kasi Geisser aus Wollerau auf. Rund 2000 Tänze werden seiner Feder zugeschrieben, allerdings sind bei der SUISA nur rund 900 Kompositionen gemeldet. Jedoch ist auffällig, dass viele dieser Melodien auch in der Schweizer Volksmusik-Sammlung von Hanny Christen zu finden sind und dort als überlieferte Melodien gelten. Dies erklärt sich dadurch, dass zu Geissers Zeit die Verbreitung von Musik mittels Tonträgern erst allmählich aufkam und Urheberrechtsgesellschaften gegründet wurden, um die Rechte der Komponisten an Ihren Werken zu vertreten. Da bei Schallplatten-Aufnahmen ein Komponist für die aufgenommenen Stücke angegeben werden musste, wurde Geisser zum Komponisten vieler Melodien, die er wohl von anderen Musikanten hörte, teilweise neue Teile dazu komponierte oder diese in eigenen Variationen spielte. Trotzdem leistete er mit seiner Spielart und seinen für damalige Verhältnisse ausserordentlichen instrumentalen Fähigkeiten einen grossen Beitrag zur Entwicklung der Schweizer Volksmusik, insbesondere der Ländlermusik. Seine teilweise technisch anspruchsvollen Kompositionen stellen noch heute hohe Anforderungen an jeden Klarinettisten. Der musikalische Nachlass von Kasi Geisser befindet sich heute im Haus der Volksmusik in Altdorf UR und ist für jedermann zugänglich. |
| Creation date(s): | approx. 1922 - approx. 1989 |
| Archival Material Types: | Akte/Dokument |
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Usage |
| Permission required: | Keine |
| Physical Usability: | Uneingeschränkt |
| Accessibility: | Öffentlich |
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URL for this unit of description |
| URL: | https://scope.ur.ch/scopeQuery/detail.aspx?ID=182118 |
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